Das war er also der Brombachsee-Halbmarathon. Was hatte ich vorher nicht alles darüber geschrieben. Über Ziele nach dem Trollinger-Halbmarathon in Heilbronn. Als Zielzeit wollte ich unbedingt endlich die 2 Stunden knacken, nicht nur deshalb habe ich mir die halbwegs flache Strecke rund um den großen Brombachsee ausgesucht. Auch weil Blogger-Freund Matthias hier sein Marathondebüt geben wollte. Leider ist daraus ja nichts geworden.
Nun war also heute dieser Tag - und was soll ich sagen. Ich habe die 2 Stunden geknackt. Ich bin genau nach 1:59:59 Stunden ins Ziel gekommen. Genauer geht es doch nicht mehr, oder?
Übrigens genau die Zeit, die mein Garmin Forerunner 405 auch gemessen hat.
Aber am besten alles noch einmal von Anfang an:
Vor dem Lauf
Da man spätestens zwei Stunden vor dem Lauf seine Startunterlagen abgeholt haben musste, sind wir (Mein Freund Mathias und ich) bereits um 6:15 losgefahren. Sicherlich nicht die früheste Zeit, aber wir hatten noch etwas über eine Stunde Fahrt vor uns. Komischerweise war ich gar nicht wirklich müde - obwohl ich gestern erst gegen 0:30 Uhr eingeschlafen bin. Ich war einfach zu aufgeregt.
Dort angekommen konnten wir sofort ohne größere Probleme unsere Startunterlagen abholen. Anders als beim Trollinger-Halbmarathon kam mir der Brombachsee-Halbmarathon sowieso etwas kleiner und kompakter vor, weniger Andrang, dafür aber eine familiärere Atmosphäre. Da wir noch etwas Zeit hatten, gingen wir in das Verpflegungszelt und stärkten uns mit einer Brezel und einer Tasse Kaffee.
Leider hatte ich mich für eine lange Laufkleidung entschieden. Es war morgens einfach noch zu kalt und die Sonne hat sich leider nicht blicken lassen. Dass dies nicht die idealste Entscheidung war, musste ich leider später spüren…
Per Bus-Shuttle ging es dann von der Brombachseehalle in Pleinfeld hoch zum Damm. Das ganze ging zügig und es gab keine größere Wartezeiten.
Oben angekommen hatten wir eine prima Aussicht auf den großen Brombachsee. und den Startbereich auf dem Damm. Es wirkte alles kleiner und kompakter wie in Heilbronn - was aber kein wirklicher Nachteil war.
Das einzige Problem was ich vor dem Lauf hatte, war das ständige Bedürfnis auf die Toilette zu gehen. Entweder lag es am kühlen Wetter, oder daran, dass ich einfach zu viel getrunken hatte.
Der Lauf
In Heilbronn hatte ich das Problem, dass ich nach dem Start erst einmal alle Nordic-Walker überholen musste, die sich völlig falsch eingeordnet hatten. Deshalb habe ich mich dieses mal ganz frech einfach ganz hinten bei dem Block für 1:30 Stunden aufgestellt. Ich wollte keinen überholen müssen und gleich von Anfang an konstant meine Zielzeit laufen.
Diese Taktik zahlte sich auch voll aus. Bereits nach zwei Kilometern gesellte sich ein weiterer Läufer zu uns, der eine Pace von 5:30 laufen wollte. Da ich eine Pace von 5:40 angestrebt hatte, beschlossen wir zusammen zu laufen. Im Training bin ich zwar immer mit einer Zielpace von 6:00 Minuten gelaufen, wollte aber ja schließlich unter 2 Stunden ankommen.
Schön fand ich, dass Mathias trotzdem an die Strecke gekommen war und mir einmal zugerufen hatte.
Nach 6 Kilometern musste ich allerdings wieder eine kleine Pinkelpause einlegen und verlor gleich 40 Sekunden auf die beiden anderen. Dies aufzuholen ist hat natürlich gleich zu Beginn eine schnellere Einheit gefordert und wird mir eine Lehre sein. Nächstes mal lieber vorher noch einmal gehen.
Bis Kilometer 13 liefern wir konstant unser Tempo, bis ich bemerkte, dass ich ständig mit einem Puls von 175 - 185 gelaufen bin. Da ich im Training eigentlich immer zwischen 160 und 170 hatte, wollte ich es nicht übertreiben und habe mich etwas fallen lassen in der Hoffnung, es trotzdem noch zu schaffen. Lieber sicher ins Ziel kommen, als überhaupt nicht war meine Devise.
Nachdem die Steigung bei Kilometer 18 kam, habe ich immer wieder auf die Uhr gesehen und von Meter zu Meter wurden die Beine schwerer und die Zeit langsamer.. irgedwann hatte ich dann wohl kurz aufgegeben noch daran zu glauben, dass ich es unter 2 Stunden schaffen würde.
Allerdings kamen mir dann die Worte vom IRONSEO in den Sinn, dass man im Ziel des Wettkampfes am Ende sein sollte…. das war ich aber noch nicht. Nur mein innerer Schweinehunde wollte nicht mehr. Also fing ich an zu laufen und zu laufen und legte kurzfristig Zeiten hin, die sich im Bereich von 4:00 - 4:30 Minuten lagen. Ca. 500 Meter vor dem Ziel habe ich dann wieder Mathias gesehen und gemerkt, dass er sich aufgeben wollte.. ich habe ihm dann zugerufen, dass er es packen kann, wenn er jetzt Gas gibt und wir beide sind gelaufen wie die blöden.. laut meinem Garmin war mein Puls am Ende bei 207. Aber mir war alles egal, ich wollte einfach nur unter 2 Stunden ins Ziel kommen.
Als ich die zweite Matte betreten habe, habe ich sofort auf Stopp bei meinem Forerunner 405 gedrückt und konnte den ersten Blick auf das Display erst gar nicht glauben: 1:59:59 Stunden! Leider löscht das Garmin Training Center die alten Daten sofort, sonst hätte ich euch ein Foto hier gezeigt.
Ich habe aber Sicherheitshalber noch die offiziellen Ergebnisse abgewartet und diese hatten mir diese Zeit bestätigt.
Organisation des Brombachsee-Halbmarathons
Was mir positiv aufgefallen ist, dass sofort versucht wurde die Becher bei der Getränkeausgabe wieder einzusammeln oder große Abfallbehälter aufzustellen. Auch wurde direkt am Start bereits Getränke und Obst ausgegeben.
Etwas negativ fand ich eigentlich nur, dass Zielbereich und die Sanitären Einrichtungen wie Duschen und Verpflegungszelt an zwei verschiedenen Orten war und man diese auch noch zu Fuß gehen musste. Könnten durchaus 1,5 km gewesen sein. Da das Wetter aber mitgespielt hat und ich überglücklich über meinen Erfolg war, nahm ich dies gerne in Kauf
Garmin Forerunner 405 während des Halbmarathons
Eine sehr große Hilfe war für mich der Einsatz des Garmin Forerunners 405. Durch den virtuellen Trainingspartner wusste ich immer, welche Zeit ich aktuell laufe oder laufen sollte.
Ich kann jetzt auch etwas zur Streckenmessung per GPS sagen. Der Garmin Forerunner hatte über die gesamte Halbmarathonstrecke eine Abweichung von -250 Meter. Ich finde das nicht viel und bin sehr zufrieden damit.
Fazit
Der Brombachsee-Halbmarathon war ein geiler Lauf und hat meine Erwartungen voll erfüllt. die Strecke geht durch die Natur und hat einen super Blick auf den großen Brombachsee. Dadurch, dass viele Teile der Strecke durch Bäume geschützt sind, ist man nicht der puren Sonne ausgesetzt.
Wäre nicht die letzte Steigung, könnte man sicherlich Spitzenzeiten auf der Strecke laufen. Da ich meine Traumzeit von unter 2 Stunden erreicht habe, möchte ich einmal sehen was nächstes Jahr möglich ist
Leider kann ich euch keine Fotos bieten. Da keiner auf uns an der Strecke wartete, habe ich jegliche Wertgegenstände im Auto gelassen und die Kamera erst gar nicht mitgenommen.
8 Kommentare
Markus du Lauf-Junky!!
Du hast es geschafft!!!
GRATULATION!
Unseren Glückwunsch und alles Gute weiterhin
Super Leistung. Herzlichen Glückwunsch und Hochachtung von meiner Seite.
Viele Grüße
Dominik
Danke euch dreien.
@Dominik: Wann blogst du mal wieder mehr?
Schöner Bericht! - Nochmal meine Glückwünsche, TOP Zeit.
Glückwunsch, Markus!
Und ich dachte schon, ich hätte eine Punktlandung mit 1:59′34″ gingelegt. Du hast das Ganze nochmal übertroffen.
PS: Schöner Bericht!
@markus
aktuell hab ich wenig Zeit und zumindest was das Laufen betrifft gibts bei mir wenig neues. Habe mir aber vorgenommen im Oktober wieder mehr zu schreiben. Wäre sonst irgendwie schade um 90kilo.de.
Viele Grüße
Dominik
Hallo,
toller Bericht… - Bromachsee Marathon ist einfach schön.
Ach ja, im Zielbereich wenn du geradeaus über die Brücke gegangen wärst, hätte dich ein Shuttlebus zurück zur Brombachseehalle gefahren
Aber laufen macht ja auch Spaß… - Glückwunsch zur Zielerreichung!
Gruß
Martin
1 Trackback
[...] gibt es meine gestrige Teilnahme beim Brombachsee-Halbmarathon auch in Bildern zu [...]