Viel zu spät komme ich jetzt endlich dazu den Nachbericht für den Rothenburger Halbmarathon zu veröffentlichen. Auf der einen Seite wollte ich noch auf Fotos warten (die leider noch nicht eingetroffen sind) auf der anderen Seite habe ich es dann immer wieder vor mir hergeschoben.
Nachdem ich den CityLauf in Ansbach ganz nach meinem Trainingsplan gelaufen bin, war ich für den Rothenburger Halbmarathon natürlich bester Dinge meine Wunschzeit von unter 2 Stunden noch einmal zu schaffen. Und es lief besser, viel besser…
Vor dem Lauf
Obwohl der Lauf direkt vor meiner Haustür statt gefunden hat, habe ich mich schon vorher angemeldet um die Startunterlagen erst kurz vor dem Start abholen zu müssen.

Da ich wegen der frühen Startzeit von 10.50 Uhr dieses mal keine Nudeln zu mir nehmen konnte, habe ich am Abend vorher beim 1. Rothenburger Twitter-Treffen zu Käsespätzle gegriffen um meinen Glykogenspeicher aufzuladen. Kurz vorher gab es dann noch eine Banane und mehrere große Schlücke vom isotonischen Getränk.
Auf das Aufwärmtraining habe ich dieses mal besonders großen Wert gelegt. In jedem Fall verhindern, dass meine Muskeln sich wieder melden und hart werden wie im Training oder beim Ansbacher CityLauf. Wer weiß schon ob es dieses mal auf solch einer Distanz nicht eine Zerrung wird?
Ein Vorteil hat so ein Lauf direkt vor Ort natürlich auch noch: Man trifft viele Bekannte die normalerweise kein Interesse für den Laufsport haben und sich dennoch dafür begeistern lassen – zumindest für ein paar Stunden. Einige sind sogar das erste mal selbst einen 10km bzw. Halbmarathon gelaufen. Respekt von meiner Seite für diese Leistung!
Der Lauf
Das Läuferfeld war mit knapp über 100 Teilnehmern angenehm klein, was aber den Vorteil hat, dass sich das Feld sehr schnell auseinander zieht.. Und wie schnell… die ersten Kilometer waren die schnellsten in meinen bisherigen Läufen.
Nach den ersten zwei, drei Kilometern habe ich mich dann von meinen Bekannten verabschiedet und diese ziehen lassen. Ich wollte mein eigenes Tempo laufen und mir mein Ziel nicht schon zu Beginn durch zu schnelle Runden zerstören. Diese Taktik hat sich ausgezahlt, schon nach der Hälfte sind mir die ersten wieder begegnet, allerdings gar nicht mehr so fit wirkend – aber gepackt hat es am Ende jeder von ihnen.

Ich merkte aber auch schnell dass es an diesem Tag richtig gut lief, also versuchte ich meine Vorsprung aus den ersten Runden zu halten und auch an den zahlreichen Anstiegen keine Zeit liegen zu lassen – was mir super gelungen ist.
Problematisch war allerdings dass bei 3/4 der Strecke ein Teil Feldweg mit Schotter war. Dies hatte zur Folge dass ich Blasen bekommen habe die einen stechenden Schmerz bei jedem Tritt hatten. Außerdem muss ich zwischendurch noch ein kleines Geschäft verrichten…

Ihr seht meine Zeiten sind besser wie vorgenommen, was eine offizielle Zielzeit von 1:53:22 Stunden ergibt! Ich war und bin immer noch begeistert!
Die Strecke führt übrigens durch die schöne Altstadt von Rothenburg, hinaus an Feldern vorbei, wieder zurück in die Altstadt und noch einmal über eine schöne Strecke vorbei an Seen, vielen Wiesen und Feldern. Sehr angenehm zu laufen!

Organisation des Rothenburger Halbmarathons
Auch wenn es der erste Halbmarathon in Rothenburg war, so haben die Organisatoren mit der Ausrichtung des Rothenburger Lichterlaufs doch schon zahlreiche Erfahrungen sammeln können, was man auch gemerkt hat.
Es gab von meiner Seite aus nichts zu bemängeln. Lediglich die Getränkeauswahl könnte etwas aufgestockt werden, hat aber auch immer mit den Interessen der Sponsoren zu tun.
Garmin Forerunner 405 während des Laufs
Im Gegensatz zum “Debakel” vom Ansbacher CityLauf habe ich dieses mal meine Ziel-Pace richtig eingestellt und dadurch einen idealen Begleiter über die 21km gehabt.
Die minimale Abweichung des Garmin Forerunner 405 kann man auch getrost vergessen, da diese bei dieser Distanz wirklich nicht ins Gewicht fällt.
Fazit
Wie schon oben geschrieben habe ich meine vorgegebene Zeit sogar noch toppen können und auch von Seitens der Organisation war alles Bestens. Aus diesem Grund werde ich nächstes Jahr wieder mit dabei sein!
7 Kommentare
Noch einmal Gratulation für den tollen Halbmarathon! Darauf kannst du wirklich stolz sein.
So eine kleine Veranstaltung hat wirklich seine Vorteile. Besonders schön ist es natürlich, wenn das Ganze vor der Haustür stattfinden und auch noch soweit wegführt. Dann verkraftet man es gerne, wenn man die Runden mehrfach laufen muss!
Zum Rennverlauf: Ich kann es dir einfach nicht vorwerfen – denn es ist der absolut normale wenn auch absolut suboptimale Rennverlauf: Viel zu schnelle erste Kilometer, danach nur noch knapp unter dem Schnitt, bevor zur zweiten Hälfte das Tempo langsamer wird und man immer mehr kämpfen muss, bis am Ende die letzten Kräfte wieder frei werden. Absolut typisch, nur leider eben nicht so schön.
Nochmals Glückwunsch zu diesem tollen Erfolg! Zwar bist Du im letzten Drittel etwas eingebrochen, aber das kann passieren. Und nun? Läufst Du noch oder machst Du eine Pause?
Ich laufe jetzt wieder regelmäßig, nur für das bloggen fehlt mir aktuell etwas die Lust… es passiert halt nichts außergewöhnliches
Hallo Markus,
auch von mir Glückwunsch. Ich laufe etwa 1-2 mal die Woche im Wald 10-15 km. Jetzt wollte ich auch mal ein Halbmarathon versuchen. Mein Problem ist, wenn ich auf Asphalt laufe, dann bekomme ich nach etwa 3 km Schmerzen in den Füßen (im Wald ist das kein Problem). An den Schuhen kann es nicht liegen, da diese sehr gut sind. Vielleicht liegt es an meiner Lauftechnik??? Hast du da vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht?
Wer sagt dass die Schuhe die richtigen sind?
Gute Antwort!
Mal abgesehen vom Preis – ich bin halt in ein Fachgeschäft gegangen und nach fast 1 Stunde Beratung und Empfehlungen habe ich die Schuhe genommen. Ich kenne den Verkäufer im Laden. Er ist selbst Läufer und ich hoffe, er hat Ahnung. Vielleicht habe ich einfach die falsche Lauftechnik, die sich im Wald nicht so stark negativ bemerkbar macht. Hast du da ein paar Tipps?
Hi, ich glaube nicht das es an der Falschen Technik liegt. Vom Laufen Schmerzen in den Knien oder den Füßen zu bekommen liegt meist an zu harten Sohlen. Du soltest auf andere Schuhe zurück greifen.
Grüße Dirk